Landwirt, Tierarzt + Verbraucher im Dialog
Eine Initiative des "Förderkreis Verbraucher-Dialog" (VerDia)

Über uns...

...gibt es Einiges zu sagen, "Wetten, dass...?"

Der Förderkreis Verbraucher-Dialog (VerDia) ist so jung, wie die Anzeige in der ZEIT vom 23.12.2014, die Sie zu uns geführt hat! 

Mit dem Artikel "Die Rache aus dem Stall" (20.11.2014) begann DIE ZEIT eine Folge von Beiträgen über Landwirtschaft und Veterinärmedizin, in der die konventionelle landwirtschaftliche Tierhaltung scharf angegriffen wurde. Hinsichtlich Ausdruck, Inhalt und Darstellung wurden diese Beiträge (Teil 2: "Dauernd Stoff vom Arzt", DIE ZEIT vom 27.11.2014) von betroffenen Landwirten, deren Familien, Veterinären sowie Hochschulvertretern und Studenten beider Fachrichtungen zurecht als völlig inakzeptabel empfunden. Es folgten zahlreiche mündliche wie schriftliche Proteste, Versuche der Richtigstellung, Kommentare in der eigenen Fachpresse und Gespräche mit dem Recherche-Team der ZEIT.

Unter dem Motto "Wetten, dass...?" wurde schließlich eine Initiative begründet, die eine großformatige Anzeige in der ZEIT zum Ziel hatte. Wäre es möglich rund 30.000 Landwirte und Tierärzte zur Spende je eines Euro zu bewegen, um eine Anzeige auf den Weg zu bringen, die den den Lesern der ZEIT einige zentrale Botschaften "in eigener Sache" übermittelt? Und tatsächlich: Mit beispielloser Begeisterung wurde über drei Wochen hinweg gespendet, im sozialen Netzwerk facebook diskutiert und auf das Ergebnis hingefiebert. Erfolgreich, denn die Anzeige "Dafür stehen wir!" hat Sie erreicht und an diese Stelle weitergeleitet.
Unser Ziel:

Tatsächlich gehören gesellschaftlich bedeutsame Themen wie bakterielle Resistenzen, Minimierung des Einsatzes von Antibiotika, Tierwohl und nachhaltige Landwirtschaft zum Tagesgeschäft des fachlichen Diskurses zwischen Landwirtschaft und Tiermedizin. Man hat sehr wohl erkannt, dass einige hochbrisante Fragestellungen der sofortigen Bearbeitung bedürfen. Leider liegen fundierte Lösungen aber nicht auf der Straße. Außerdem erfordern diese Themen eindeutig einer gesamtgesellschaftlichen Betrachtung, in die neben sich wandelnden philosophischen und ethischen Aspekten immer auch wissenschaftlich erarbeitete Fakten einfließen müssen. Das betrifft zum Beispiel die Frage, welche tatsächliche Bedeutung Antibiotika in der Landwirtschaft für eine potentielle Bedrohung der Gemeinschaft durch resistente Bakterien haben. Mehr Sachlichkeit ist aber auch in allen Diskussionen um die so genannte "artgerechte Tierhaltung" gefordert. Das muss keinen Mangel an Empathie bedeuten. Kurzfristige Lösungen hingegen, deren Triebfedern Ideologien sind, haben an dieser Stelle nichts verloren.

Der Förderkreis Verbraucher-Dialog (VerDia) lädt neugierige, kritische und natürlich auch skeptische Verbraucher dazu ein, diese Entwicklung im Diskurs mit Landwirten und Tierärzten zu begleiten. Sachliche Kritik, Befürchtungen, Zweifel und Anregungen sind willkommen.  -rn-